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16. Juli 2010

Erfolgreiches Programm „Fit für Ausbildung und Beruf“ muss erhalten bleiben

Die Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/ Die Grünen Daniel May (Korbach) und Jürgen Frömmrich (Frankenberg) fordern Arbeitsminister Jürgen Banzer dazu auf das Programm Fit für Ausbildung und Beruf fortzusetzen (FAUB). Die beiden Abgeordneten haben sich mit einem Schreiben direkt an den Minister gewandt. Dieser hat angekündigt das Programm einzustellen. "FAUB leistet einen wichtigen Beitrag um schulmüden Jugendlichen eine Zukunftsperspektive zu geben, daher muss das Programm weitergeführt werden", meint Daniel May.

Arbeitsminister Banzer rechtfertigt die Einstellung des Programms mit der veränderten Rechtsgrundlage. Aufgrund der Änderungen des § 46 SGB III ( Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung ) sind nur noch maximal vierwöchige Praktika vorgesehen. In FAUB sind dagegen Praktika von mehreren Monaten vorgesehen. Damit fällt laut Minister Banzer die Grundlage der Finanzierung für FAUB. "Herr Banzer macht es sich zu einfach. Die erwähnten Änderungen im Sozialgesetzbuch sind schon seit dem 1. Januar 2009 in Kraft. Herr Banzer hatte also mehr als ein Jahr Zeit sich, darüber Gedanken zu machen wie das Programm FAUB weitergeführt werden kann oder gegebenenfalls Alternativen zu finden", sagt Jürgen Frömmrich. Nach Informationen der Grünen Abgeordneten sei im Ministerium bereits eine Neuregelung zur Weiterführung des Programms gemeinsam mit dem Landkreis vorbereitet worden.

Seit 1999 bietet die Kreishandwerkerschaft Waldeck- Frankenberg das Programm Fit für Ausbildung und Beruf an. Das Programm zielt auf Schülerinnen und Schüler ab, die als schulmüde und Schulverweigere gelten und auf dem üblichen Bildungsweg keine Chancen mehr haben. Bei FAUB können diese Schüler anstatt des 10 Pflichtschuljahres ein praxis- und betriebsnahes Jahr absolvieren. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit auf diesen Weg ihre Ausbildungs- und Berufsreife zu erlangen und ihren Hauptschulabschluss nachzuholen. 

"Von 1999 -2009 haben von den 193 Teilnehmern des Programms 104 im Anschluss eine Ausbildung begonnen. Diese Quote erreichen nur wenige Programme der Ausbildungsförderung. Wir denken, der Erfolg spricht für sich", kommentiert Jürgen Frömmrich.

Auch nach den Sommerferien hatten sich 26 Jugendliche für das FAUB- Programm angemeldet. Diesen muss die Kreishandwerkerschaft jetzt absagen. "Herr Banzer muss jetzt handeln und diesen Jugendlichen eine Alternative geben", fordert Daniel May.
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Grafik: Verbleib der 193 Jugendlichen des FAUB-Programms der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg 1999-2009:

Abgänger FAUB

 

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